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Überzeugt nicht nur durch seine schöne Filmkulisse auf Korsika mit vielen kleinen, liebevoll eingebauten Anspielungen auf das Schachspiel. - Foto: Filmladen

Die Schachspielerin

 

 

Helène arbeitet als Zimmermädchen in einer Pension auf Korsika. Ihr Leben hat nicht viel an Abwechslung zu bieten. Dazwischen gibt es aber noch diese Tage, an denen sie bei dem älteren, zurückgezogen lebenden Dr. Kruger sauber macht. Eines Tages beobachtet sie in der Pension ein junges Paar beim Schachspielen und ist fasziniert von der Liebe, mit der die beiden sich dem Spiel und gegenseitigen Zärtlichkeiten hingeben. Wie sich herausstellt, war Dr. Kruger früher einmal ein leidenschaftlicher Schachspieler. Die beiden beginnen, miteinander zu spielen, was Helènes Leben völlig verändert…

Sehr gekonnt kokettiert die Regisseurin Caroline Bottaro mit der Konzentration der Schachspielerin Helène auf einen bestimmten Augenblick, der dann von einem raschen und gezielten Spielzug abgelöst wird. So wie eine Schachpartie verläuft, erzählt sie auch die Geschichte: Zügig in der Eröffnung, rasch an einem Wendepunkt angelangt, verharrt die Erzählung dann in der verwinkelten Situation der Protagonistin und ihrer Suche nach einer Strategie, um ihre persönliche Tristesse und Monotonie zu bezwingen und am Ende als Siegerin über ihre Schüchternheit und ihre Selbstzweifel dazustehen.

Der Film erzählt eine Geschichte voller Leidenschaft und Liebe, die sich in Wahrheit hinter der Kulisse des Spiels zuträgt. Auf diese Weise macht er Lust darauf, selber wieder eine Partie Schach zu spielen und dabei, vielleicht mit dem Menschen, den man am meisten liebt, unvergessliche Stunden zu verbringen. Markus Löhnert

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