© Sylvio Droigk/DEIKE, Sylvio Droigk/DEIKE

Sylvio Droigk/DEIKE, Sylvio Droigk/DEIKE

WAS BEDEUTET …

… sich bedeckt halten? Häufig begegnet uns diese Redewendung in der Politik oder Wirtschaft, wenn es um eine klare Positionierung bei wichtigen Entscheidungen geht. „Dazu kann ich nichts sagen“, hören wir oft auf die Fragen der Reporter. Die Angesprochenen geben sich auf keinen Fall eine Blöße, sie halten sich bedeckt. Der Begriff kommt aus der Sprache des Sports: Boxer oder Fechtsportler halten sich bedeckt, gehen also in eine Abwehrstellung – eine Haltung, die man einnimmt, um keine Angriffsfläche zu bieten. Wer sich bedeckt hält, hält sich zurück und sagt weniger, als er weiß.

… Flohmarkt? Wer gern in alten Sachen kramt und mit gebrauchtem Trödel handelt, der ist auf dem Flohmarkt goldrichtig. Aber Flöhe – die gibt es dort hoffentlich nicht. Das war allerdings nicht immer so. Gehen wir zurück in das Paris des 18. Jahrhunderts, wo der Flohmarkt erfunden wurde. Die vielen armen Menschen in der Stadt waren froh, getragene Kleidung günstig kaufen zu können. Oft war diese Kleidung aber nicht sauber, und so erwarb man die kleinen Plagegeister gleich mit.

… jemanden in die Schranken weisen? Wenn uns jemand provoziert und die Grenzen überschreitet, dann wird es höchste Zeit, ihn in die Schranken zu weisen. Mit Eisenbahnschranken hat das aber nichts zu tun. Die Redewendung stammt aus dem Mittelalter. Bei den Ritterturnieren mussten die Kämpfer strenge Regeln einhalten. Die Kampfbahnen der Lanzenstecher oder Bogenschießer waren durch Holzbalken voneinander abgegrenzt. Wer diese Grenze überschritt, wurde vom Turniermeister zurück hinter den Balken beordert und an die Spielregeln erinnert: Er wurde in die Schranken verwiesen.

Deike

 




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