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Nicht immer zeigt sich Trauer und 
Kummer durch 
Weinen.##br## - Foto: Fotolia/Georgiew

Wenn Kinder trauern…

Kinder trauern anders 
als Erwachsene.

Kinder lassen sich immer wieder von den Gefühlen der Umgebung mitreißen und können in den Trauerprozess leichter „hinein- und hinausschlüpfen“, d. h. Lachen, Weinen und Spielen wechseln einander rasch ab.

Die Trauerphase des Nicht-Wahrhaben-Könnens kann bei Kindern länger und intensiver durchlebt werden. Sie verhalten sich dann so, als wäre nichts geschehen, und reagieren auf Zuwendung und Trost ablehnend. Kinder zeigen Wut und Zorn über einen Verlust deutlicher als Erwachsene.

Wie kann man trauernden Kindern und Jugendlichen helfen? Bei Kindern unter drei Jahren versuchen Sie, keine Veränderung im Ablauf der Alltagsaktivitäten vorzuneh-
men.

Ist das Kind zwischen drei und fünf Jahren, kann es bei Gesprächen und Aktivitäten der­ Familie einbezogen werden und für den verstorbenen Menschen noch etwas tun (ein Bild malen…). Es ist wichtig, alle Fragen des Kindes rund um den Tod ehrlich zu beantworten.

Sechs- bis Neunjährige sollen ermutigt werden, über alle ihre Gefühle – Ängste, Wut und Schuld – zu sprechen. Bei Antworten auf ihre Fragen achten Sie auf die Wortwahl. Begriffe wie „eingeschlafen“ und ähnliche sollen im Zusammenhang mit dem Tod vermieden werden.

Kinder im Alter von zehn und 14 suchen oft bei Menschen außerhalb der Familie Trost und Verständnis. Vielen ist es ein Bedürfnis, möglichst „normal“ im Freundeskreis weiterzuleben. Akzeptieren und unterstützen Sie dies. Zwingen Sie keine Gespräche auf. Diese sollen ein Angebot sein.