Volksverbunden und ehrlich

Große Wertschätzung und Dankbarkeit spricht aus den zahlreichen Glückwünschen an den Jubilar.

In 90 Lebensjahren, davon 67 als Priester, 32 als Diözesanbischof und nun schon 16 Jahre als Diözesanbischof emeritus, hat Johann Weber besonders viel von dem erlebt, was Jesus in seinem Gleichnis vom Sämann beschrieben hat: unverdrossene Aussaat und immer wieder Erntefreude, dazwischen viel Hoffnung, viel Erfolg, aber auch nicht wenig Enttäuschung und Schmerz. Der 90. Geburtstag des Jubilars ist im Blick auf all das auch ein Erntedankfest von besonderem Rang, auch wenn er dies entsprechend seinem Wunsch ohne viel Öffentlichkeit feiert. Die Ernte dieses wetterfesten und guten Hirten ist per Saldo groß, und viele Menschen in Österreich und weit darüber hinaus wissen und bedanken dies. So auch ich, sein Nachfolger als steirischer Diözesanbischof und nun auch schon Emeritus. Möge Gott ihm noch viel gesegnete Zeit in unserer Mitte geben, wo er vielen Menschen weiterhin Rat und Hilfe gibt und wo er für uns alle betet.

Bischof Egon Kapellari

Mit seiner Amtszeit hat Bischof Johann Weber das kirchliche Leben in der Steiermark im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Sein Amtsantritt fiel in die Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche (Stichwort „1968“) – und Johann Weber war genau der richtige Mann für diese neue Zeit: volksverbunden, authentisch, sich ehrlich auf die aktuellen Fragen der Menschen einlassend, ohne Berührungsängste vor der Arbeiterschaft, ein Bischof zum Angreifen … Gerne erinnere ich mich an viele schöne Begegnungen und gemeinsame Feiern zu diversen offiziellen Anlässen. Am berührendsten aber empfand ich jedes Jahr die ökumenischen Weihnachtsfeiern im Gefängnis. Johann Weber vermochte die Gefangenen so herzerwärmend anzusprechen, dass mir so manches Mal die Tränen in den Augen standen. Hermann Miklas, Superintendent

Bischof Johann Weber hat mit seiner Herzlichkeit, seiner Offenheit und seiner Dialogfähigkeit über drei Jahrzehnte lang als oberster Hirte der Diözese Graz-Seckau das Bild der römisch-katholischen Kirche geprägt. Er war und ist für viele Steirerinnen und Steirer ein wahres Vorbild. Das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, Brücken aufzubauen, anstatt sie niederzureißen, diese Charakterzüge zeigten sich insbesondere in den schweren Stunden. Einen Höhepunkt seines Wirkens in der Steiermark stellt ohne Zweifel der Papstbesuch in Mariazell im Jahr 1983 dar, bei dem Bischof Johann Weber ein herzlicher Gastgeber war. Seinen 90. Geburtstag zum Anlass nehmend, danke ich namens aller Steirerinnen und Steirer 
für seine unerschöpfliche Liebe und Treue 
zur Heimat sowie sein grenzenloses Engagement. Ich wünsche Bischof Johann Weber auch weiterhin Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

Als ich einige Wochen nach Ostern 2012 erfahren habe, dass es ab September 2012 den Pfarrverband St. Leonhard, Kroisbach und Ragnitz geben wird, war Bischof Weber der Erste, der mir einige Tage später Folgendes mitteilte: „Ich werde ab September 2012 an Sonntagen keinen Auswärtstermin mehr annehmen, damit ich euch an den Sonntagen zur Verfügung stehen kann. Mit mir kannst du an jedem Sonntag rechnen!“
Diese klare und überzeugte Zusage von Bischof Weber hat mich persönlich sehr berührt, und er hat seine Zusage bis jetzt eingehalten. Das ist jeden Sonntag eine große Hilfe! „Vergelt’s Gott!“ Pfarrer Hans Schrei

In fast jedem Gespräch mit Bischof Weber kommen wir auf das Thema Dankbarkeit. Dankbarkeit, wohlwollende Aufmerksamkeit, Interesse an den Menschen, Vertrauen und Zuversicht, miteinander einen guten Weg zu finden, habe ich in vielen Begegnungen mit Bischof Weber erleben dürfen, und diese Haltungen haben mich, haben viele ermutigt, Aufgaben in der Kirche wahrzunehmen. Dabei hat uns Bischof Weber immer vorgelebt, jeden einzelnen Menschen mit all seinen Begabungen und Grenzen zu mögen und mit jedem etwas von Freude, Hoffnung und Leid zu teilen, damit die Botschaft des Evangeliums etwas deutlicher in dieser Welt spürbar und erkennbar ist.

Herbert Beiglböck, Caritasdirektor




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