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Herbert Wasserbauer, Experte der Dreikönigsaktion, forderte in einem ORF-Interview klare Maßnahmen zum Schutz ausgebeuteter Kinder. - Foto: privat

Offen gesagt: Eh keine Kinderarbeit?

Was können Konsumenten und Politik gegen ausbeuterische Kinderarbeit tun?

Eine Kollegin von mir, die sich gerade eine neue Küche anschafft, wurde vom Verkäufer im Küchenstudio gefragt: „Was ist da los – in dieser Woche fragen schon fünf Leute, ob in diesen Granitplatten eh keine Kinderarbeit steckt.“ Bei kritischem Nachfragen fängt die Besserung der Situation an. Denn bei vielen Nachfragen gelangt die Frage auch in die Chefetagen.

Bei bestimmten Produkten ist das Risiko von Kinderarbeit besonders hoch. Grab- und Pflastersteine oder auch Granitplatten kommen oft aus indischen Natursteinbrüchen, in denen unglaubliche Zustände herrschen. Kinder ohne Schuhe klopfen und bohren die Steine und atmen dabei den Staub ein, was ihre Lebensdauer erheblich verkürzt. Auch im Kakao steckt oft Kinderarbeit, da sich viele Plantagen in Westafrika keine erwachsenen Arbeiter leisten können. Bei Produkten wie Kakao hilft es, auf das Fairtrade-Gütesiegel zu achten.

Wir wünschen uns, dass sich der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit in den Wahlprogrammen der Parteien wiederfindet und dass es in Österreich ein klares Bekenntnis zur Sorgfaltspflicht gibt. Dabei muss die gesamte Lieferkette in den Blick genommen werden.




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