© Foto: Screenshot

Auf Instagram teilt Bischof Benno Elbs Alltagsgeschichten und Glaubensfragen mit über 2000 „Follow­ern“. - Foto: Screenshot

Likes und No-Go’s

Bischof Benno Elbs sprach in einem Interview über Social-Media und soziale Verantwortung.

Schnappschüsse von offiziellen Feiern, Landschaftsbilder und ein Foto vom Volksschulzeugnis: Damit gibt der Feldkircher Bischof Benno Elbs auf der Social-Media-Plattform „Instagram“ Einblicke in seinen Alltag. Mit seinem Account könne er auf „unkompliziertem Wege viele Kontakte zu Jugendlichen“ knüpfen und bekomme auch etwas von deren Leben mit, berichtete Elbs den „Vorarlberger Nachrichten“ .

Gleichzeitig eröffneten sich für ihn als Seelsorger neue Möglichkeiten, um mit Menschen zu kommunizieren, sei es durch einen persönlichen Glückwunsch zum Geburtstag, ein aufmunterndes Wort oder ein Like. Das rote Herzchen – die „Gefällt mir“-Angabe auf Instagram – habe für ihn eine tiefere Bedeutung: „Liken ist für mich wie segnen.“ Sein Leitbild von Kirche sei eine Gemeinschaft, die die Verbindung zu Gott und den Menschen sucht, die hinausgeht und sich inspirieren lässt von der Vielfalt des Lebens. Dafür biete Elbs sein Instagram-Account täglich Gelegenheit. So komme er auch mit Menschen in Kontakt, die der Kirche fernstehen.

Seine bevorzugten Themen seien Glaube, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde. Instagram sei für ihn mittlerweile zum unverzichtbaren Bestandteil seines Alltags geworden, erklärte der Feldkircher Bischof. Als Nutzer habe er aber auch eine Verantwortung gegenüber anderen Nutzern: „Was wir teilen, posten und kommentieren, ist nicht egal. Bilder, in denen Menschen erniedrigt und in ihrer Würde verletzt werden, sind ein absolutes No-Go.“

Mit derzeit 2300 Abonnenten zählt Elbs zu den Bischöfen in Österreich mit der größten digitalen Fangemeinde. Nur „kardinalwien­“, wie Kardinal Christoph Schönborn auf Instagram heißt, kommt auf mehr, nämlich über 5400 Abonnenten. „bischof_hermann“, so der Profilname des Innsbrucker Bischofs Hermann Gletter, kommuniziert mit rund 1400 Abonnenten. Jugendbischof Stephan Turnovszky postet unter „bischof_stephan“ Fotos; er erreicht rund 1000 Abonnenten. Und Papst Franziskus, der seit 2016 auf Instagram Einblicke in seinen Alltag gibt, zählt mit über sechs Millionen Followern gar zu den erfolgreichsten Influencern der Welt.

Mehrere heimische Bischöfe sind aber auch auf anderen Social-Media-Kanälen aktiv und kommunizieren etwa via Facebook oder YouTube mit Gläubigen. Der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl betreibt einen eigenen Blog und schreibt auf „krautwaschl.info“ über kirchliche Ereignisse oder persönliche Anliegen.




Grüß Gott auf unserer Website! Wir verwenden Cookies, um die Bereitstellung unserer Inhalte und Services zu erleichtern. Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.Mehr Informationen

OK