© Foto: Missio

Die Freude am Glauben soll ansteckend sein. So wüscht sich Papst Franziskus – hier mit einer Delegation von Missio Österreich –, dass Mission betrieben wird. - Foto: Missio

Jeder ist eine Mission

Stärkeren Einsatz für die Verbreitung des Glaubens verlangt Papst Franziskus von der Kirche.

zum Thema

 

Die Kirche brauche weiterhin „Männer und Frauen, die kraft ihrer Taufe großherzig auf den Ruf antworten, hinauszugehen aus ihrem Zuhause“, um das Wort Gottes zu verkünden und das Evangelium zu bezeugen, schreibt Franziskus in seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag, die der Vatikan am Pfingstsonntag veröffentlichte.

Der Weltmissionssonntag wird dieses Jahr am 20. Oktober begangen. Die Papst-Botschaft dazu nimmt das Thema des von Franziskus ausgerufenen und im Oktober bevorstehenden „Außerordentlichen Monats der Weltmission 2019“ auf: „Getauft und gesandt: die Kirche Christi auf Mission in der Welt.“ Er betont darin besonders, dass Mission alle Getauften betrifft und dringend mehr Aufmerksamkeit in der katholischen Kirche braucht. Pater Karl Wallner, Direktor von Missio Österreich, sieht das Motto als „essenzielle Erinnerung“ an etwas, das viele Katholikinnen und Katholiken oft vergessen: „Bei der Taufe bekommen wir einen Schatz. Dieser wird uns nicht dazu gegeben, dass wir ihn im eigenen Herzen vergraben, sondern dass wir ihn nach außen bezeugen und weitergeben. Wir müssen uns darauf besinnen, dass wir alle gerufen sind, missionarisch zu wirken.“

„Die Notwendigkeit der Rettung von der Sünde und die Befreiung vom persönlichen und gesellschaftlichen Übel erfordern die Mission bis an die äußersten Grenzen der Erde“, heißt es in der Papstbotschaft. Deutlich erteilt Franziskus darin zugleich dem Proselytismus, dem Abwerben von Mitgliedern anderer Religionen und Konfessionen, eine Absage: „Dieses göttliche Leben ist nicht eine Verkaufsware, sondern ein Reichtum, den man weiterschenken, mitteilen, verkündigen muss.“ Der Ruf zur Umkehr müsse stets unter Achtung der persönlichen Freiheit und der Menschenwürde sowie im Dialog mit den Kulturen und Religionen der Völker erfolgen.

Scharf kritisiert der Papst zunehmenden Säkularismus, der sich „zur ausdrücklichen und kulturellen Ablehnung der aktiven Vaterschaft Gottes in unserer Geschichte“ auswachsen könne. Dies verhindere die Geschwisterlichkeit aller Menschen. „Ohne den Gott Jesu Christi wird jeder Unterschied zu einer höllischen Bedrohung, die jegliche brüderliche Aufnahme und fruchtbare Einheit des Menschengeschlechts verunmöglicht.“ Ebenso verurteilt Franziskus Selbstbezogenheit und bekräftigt, dass Gott alle Menschen retten wolle und alle Christen gerufen seien, ihm dabei zu helfen: „Jeder von uns ist eine Mission in der Welt, weil er Frucht der Liebe Gottes ist.“

Kathpress / Missio

 




Grüß Gott auf unserer Website! Wir verwenden Cookies, um die Bereitstellung unserer Inhalte und Services zu erleichtern. Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.Mehr Informationen

OK