© Foto: Neuhold

Die katholische Kirche wird weiterhin eine große Wirkkraft haben, ist Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer überzeugt. - Foto: Neuhold

Eine Feier für alle Menschen im Land

Beim Festakt am Grazer 
Hauptplatz verkündete Bischof Krautwaschl auch die Botschaft 
für die Steiermark.

Mit Jesus Christus sind wir als Kirche für die Menschen da, so wie sie heute sind, leben, lieben, trauern, Angst haben und hoffen.“ Dieses Bekenntnis steht am Anfang der Botschaft für die Steiermark, die Bischof Krautwaschl am Hauptplatz vor rund 3000 Menschen verkündete.

Als Gratulanten mit dabei waren VertreterInnen aus Politik und Religionen: Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, der Apostolische Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, Inge-Margareta Brenner von der buddhistischen Religionsgemeinschaft und die evangelische Pfarrerin Ulrike Frank-Schlamberger.

Bischof Krautwaschl rief zu mehr Solidarität auf mit jenen Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens gelandet sind. Er machte auf die lange Geschichte der katholischen Kirche in der Steiermark aufmerksam, die zugleich Ansporn sei, diese „in Gegenwart und Zukunft neugierig und kreativ weiterzuschreiben“, so Bischof Krautwaschl.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer lobte das vorbildliche gemeinsame Wirken und Miteinander von Land und Katholischer Kirche Steiermark. Dieses ist eingebettet in ein großes Miteinander der Religionsgemeinschaften des Landes. Dieses Miteinander sei kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Realität. Glaube sei ein Aufruf zum Handeln und Tun, er sei kein Selbstzweck und soll dazu führen, die Welt immer auch ein Stück besser zu gestalten. Das Jubiläumsfest sei auch eine Feier für alle Menschen im Land. Die katholische Kirche werde und soll auch eine Wirkkraft für dieses Land haben, ganz im Sinne von Glaube, Liebe und Hoffnung, denn christliche Haltungen sind weiterhin für dieses Land unerlässlich, betonte der steirische Landeshauptmann.

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl antwortete auf die Frage, was Religionen zur Zukunft der Stadt beitragen können: „Um wieviel ärmer wäre unsere Stadt ohne Religionen, ohne Diözese. Wie reich sind wir geworden durch die Diözese, ob durch Kindergärten, im Schulbereich, die Klöster, das Hinblicken auf die Armen und Kranken, in diesem Sinne ein großes Dankeschön.“

Der Apostolische Nuntius Peter Stephan Zurbriggen überbrachte die an Bischof Wilhelm Krautwaschl adressierte Jubiläumsbotschaft und übermittelte im Namen des Papstes und persönlich die besten Gruß- und Segenswünsche an die steirische Kirche.

Inge-Margareta Brenner von der buddhistischen Religionsgemeinschaft überbrachte Grußworte des interreligiösen Beirats der Stadt Graz. Das Ziel aller Religionen sei, dass wir bessere und glücklichere Menschen werden. „Menschen können nicht ohne innere Werte, ohne Ethik auskommen.“ Dieses gemeinsame ethische Fundament müssten wir hegen und pflegen.

Ulrike Frank-Schlamberger, evangelische Pfarrerin und stellvertretende Vorsitzende des Ökumenischen Forums christlicher Kirchen in der Steiermark, formulierte einen Wunsch an die Zukunft: „Als evangelische Kirche wünschen wir uns, dass uns der Tisch des Herrn, die Eucharistie, nicht mehr voneinander trennt und dass ökumenische Gastfreundschaft möglich wird.“NATALIE RESCH






Grüß Gott auf unserer Website! Wir verwenden Cookies, um die Bereitstellung unserer Inhalte und Services zu erleichtern. Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.Mehr Informationen

OK