© Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Herbert Meßner, Chefredakteur - Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Ein langes Wochenende oder ein Fest?

 

 

Beim Einkaufen am Pfingstsamstag wünschte mir die Verkäuferin freundlich ein schönes langes Wochenende. Ich erwiderte ebenso freundlich, dass ich ihr schöne Pfingsten wünsche. Sie schaute auf und erinnerte sich: Ja natürlich, Pfingsten.

Auch ich genieße gerne die Qualität des Ausspannens. Trotzdem bin ich froh, dass für uns Christen die Zeit, auch die freie Zeit, noch mehr Qualität hat. In diesem Fall geht es nicht darum, dass arbeitsmäßig nichts oder weniger los ist, sondern dass wir Pfingsten feiern. Der Geist ist losgelassen, ausgesendet – da ist allerhand los.

Auch dieser Sonntag hat seine Qualitäten. Als „Dreifaltigkeitssonntag“ verbindet er uns mit dem Gott, der Einheit ist, obwohl er sich dreifach ausdrückt. Unser Gott ist gelebte Beziehung, gelebte Liebe. Diese Liebe, die Gott in sich lebt, wirkt sich aus in Gottes Liebe zu allen seinen Geschöpfen.

Für diesen Gott lohnt es sich, einige Tage später auf die Straße zu gehen. Brot für die Welt will Gott sein. Das liegt im Geheimnis der Eucharistie. Segen für unser Leben will Gott sein. Was uns das Zukunftsbild der steirischen Diözese nahelegt, die geschlossenen Räume unserer Kirchen auch immer wieder zu verlassen, das tun wir zu Fronleichnam eigentlich schon lang. Aber vielleicht weniger bemerkt. Es ist ja langes Wochenende.

Der heutige Sonntag verbindet uns als „Tag von Masan“ auch über den halben Erdball hinweg mit Korea. Diese Partnerschaft ist auch gelebte Beziehung, Leben aus einem Glauben, der niemals zur Privatsache verkommen darf.

 




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