© Gerd Neuhold, SONNTAGSBLATT

Gerd Neuhold, SONNTAGSBLATT

„Du bist nicht allein!“

Festgottesdienst zum Diözesanjubiläum auf dem Platz der 
Versöhnung im Grazer Stadtpark.

Etwa 8000 Feiernde haben sich vor dem Katholikentagskreuz zum Feiern versammelt. Der Steirische Katholikentag 1981 hat diesen Begegnungsort geschaffen. Die Europäische Ökumenische Versammlung hat ihm den Namen gegeben: Platz der Versöhnung. Den Ankommenden werden Schalen mit geweihtem Wasser hingehalten: Die Getauften bilden die steirische Kirche, die heute feiert. Am 24. Juni, dem Geburtsfest Johannes des Täufers, feiert die Diözese Graz-Seckau ihren 800. Geburtstag. Der Mix aus Sonne und Wolken ist ideal fürs Mitfeiern und bildet Sonnen- und Schattenseiten einer langen Geschichte irgendwie ab.

Bischof Wilhelm Krautwaschl eröffnet den Festgottesdienst als Höhepunkt eines bunten Geburtstagsfestes. Mit ihm konzelebrieren am Altarpodium die Bischöfe der beiden Partnerdiözesen, Konstantin Bae Ki Hyen aus Masan in Korea und João Santos Cardoso aus Bom Jesus da Lapa (Brasilien) sowie Prior-Administrator P. Johannes Fragner von der Abtei Seckau, der Wiege der Diözese, und Pfarrer Andreas Monschein von Kindberg als Sprecher des Priesterrates. Darüber hinaus konzelebrieren viele Bischöfe und Priester und assistieren mit den Altardiakonen Karl Zissler aus Eggersdorf und P. Thomas Friedmann aus Rein viele Diakone.

Unter den Gratulanten sind mit anderen der Wiener Kardinal Christoph Schönborn und der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, Bischof em. Johann Weber, Bischof Hermann Glettler von Innsbruck, Bischof Ägidius Zsifkovics von Eisenstadt, Bischof em. Maximilian Aichern und Bischof Franjo Komarica aus Banja Luka. Einem Projekt für Demenzkranke in Banja Luka und den steirischen Unwettergeschädigten ist später die Kollekte gewidmet. Die vielen Ehrengäste werden angeführt von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer und dem Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

Eine Botschaft des Tages wird von Anfang an vermittelt: „Du bist nicht allein!“ Am Ende bekommen alle ein Medaillon mit dieser Inschrift. Der Künstler Richard Kriesche regt damit an, diese Botschaft zu demonstrieren und zu realisieren. „Wer glaubt, ist nie allein“, bekennen die Versammelten schon im Eröffnungsgesang. Mit der feiernden Gemeinde singen unter der Leitung von Domkapellmeister Josef M. Doeller gemeinsam acht Chöre aus den steirischen Regionen, begleitet auch vom Jugendblasorchester Wies.

Viele besondere Akzente prägen den Jubiläumsgottesdienst. Im Bußakt wird um Vergebung gebeten für Verfehlungen im Lauf der Geschichte. Zwei Kinder bringen die Gemeindebibel zum Ambo, in die Gläubige aus vielen Pfarren die biblischen Lesungen mit der Hand geschrieben haben. Die alttestamentliche Lesung verkündet der evangelische Superintendentialkurator Michael Axmann.

Bischof Krautwaschl ruft in der Predigt (Auszüge Spalte rechts) zum Dank an Gott und zum Blick in die Zukunft auf. Das Evangelium als Kompass und Programm lässt uns, so der Bischof, voll Freude weitergehen, auch wenn der Weg manchmal zum Wagnis wird.

„Großer Gott, wir loben dich“, hallt es zum Schluss über den Platz. Und das anschließende Fest der Begegnung für Groß und Klein bestätigt, was Kirche seit jeher und erst recht in Zukunft vermitteln und ermöglichen will: „Du bist nicht allein!“ herbert messner






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